Von der Theorie zur Praxis – Den Hambacher Forst verteidigen! Mobivortrag 11.8. 18 Uhr K19

Mobivortrag  von Aktivist*innen aus dem bedrohten Hambacher Forst im Rahmen ihrer Mobitour jetzt auch in Kassel:

Am 11. August um 18 Uhr, im Vorprogramm der Soliparty für den Infoladen „…an der Halitstraße“ (Facebook-Event), lädt die A & O ins K19 ein zu:

Von der Theorie zur Praxis – Den Hambacher Forst verteidigen!

„Der Hambacher Wald ist seit fünf Jahren besetzt, aber bedrohter denn je. Diesen Winter werden möglicherweise wichtige Teile der Waldes gerodet und vielen Baumbesetzungen droht die Räumung. Aber unser Widerstand wird genauso groß werden! Mit zahlreichen Aktionen und Blockaden ist die Zerstörung aufzuhalten und wir wollen euch einige davon näher bringen. Wir werden kurz den wald vorstellen, unsere Pläne für die kommende Rodungssaison erklären und euch zeigen wie ihr aktiv werden könnt.“

Hier die weiteren Termine der Mobitour:

Die Soliparty für den Infoladen beginnt bereits um17 Uhr mit dem Vorprogramm und ab 21 Uhr dann mit der Party! Die A & O wird mit einem Gib und Nimm-Tisch, einem Infotisch, einem DIY Graffiti Workshop und veganem Essen beteiligt sein! Hier das tolle Plakat:

Worum geht es beim Hambacher Forst genau?

der wald
der hambacher wald existiert seit der letzten eiszeit und ist damit einer der ältesten wälder deutschlands. hier hat sich über die jahrtausende ein sehr vielfältiges ökosystem entwickelt. in, auf und zwischen den alten eichen und hainbuchen leben zahlreiche seltene fledermausarten, haselmäuse, wildkatzen, hirsche und wildschweine.
die kohle
seit 1978 wurde der größte teil des waldes gerodet, um platz für den braunkohleabbau zu machen. statt eines natürlichen waldes findet sich jetzt hier ein riesiges, bis zu fünfhundert meter tiefes loch. die vom tagebau ausgehenden fein- und grobstäube wehen bis nach köln und verschlechtern da die luft. um zu verhindern, dass der tagebau vollläuft werden ständig große mengen grundwasser abgepumpt, mit spürbaren effekten bis in die niederlande. dazu kommen die kohlendioxid-emissionen: die kraftwerke im rheinischen braunkohlerevier sind für 30% der CO2-emissionen deutschlands verantwortlich. vor ort wird aber nicht nur der wald vernichtet: die menschen, die in der
umgebung wohnen, werden vertrieben und ganze dörfer dem erdboden gleich gemacht.
der widerstand
2012 begannen die ersten menschen den wald durch den bau von baumhäusern und die errichtung eines wiesencamps zu schützen. wir wenden uns nicht nur gegen die zerstörung vor ort, sondern kritisieren auch die ausbeutung von natur und mensch weltweit. hier versuchen wir eine herrschaftsfreie, ökologische lebensalternative
aufzuzeigen, denn: der großteil der ökologischen probleme mit denen die welt konfrontiert ist, von klimawandel und der vermüllung der meere, zu entwaldungen und artensterben, stammen aus tiefliegenderen sozialen problemen. die zerstörung von wäldern, meeren und klima kann nur verhindert werden, wenn wir es schaffen, den kapitalismus zu über winden!
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