Vortrag am 15. Mai: (Anti-)Politik im Anarchismus

Liebe Freund*innen,

wir, die Anarchistische Aktion und Organsierung, laden euch zum Vortrag „(Anti-)Politik im Anarchismus“ von und mit Jens Störfried ein.

Der Vortrag findet am Mittwoch den 15.5. um 20.30 Uhr im Café DesAStA (Arnold-Bode-Straße 6, 34127 Kassel) statt.

(Anti-)Politik im Anarchismus

Schon auf den ersten Blick scheint ein anarchistischer Begriff von Politik ambivalent zu sein. Einerseits wird Politik als staatliche Herrschaftsregulierung oder dem Staat zugeordnete Beeinflussung von Herrschaft von Anarchist*innen abgelehnt. Andererseits organisieren sich Menschen in autonomen politischen Gruppen und treten für die Ideale einer selbstverwalteten, dezentralen und egalitären Gesellschaft ein.

Geht es im Anarchismus also letztendlich um die völlige Abschaffung der Politik oder die Politisierung aller Lebensbereiche? Ist der Weg dazu eine politische Organisierung und sollte dieser explizit anti-politisch
sein?

Wir freuen uns auf euer Kommen und eine anschließend spannende Diskussion.

Solidarische Grüße

A&O Kassel

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15.3. Solicocktails im Kollektivcafé: Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung! Keine Abschiebungen in die Türkei

Liebe Menschen,

Freitag, 15.3. ab 18 im Kollektivcafé Kurbad:
Saisoneröffnung der Freitagskneipe mit Soli-Cocktails unter dem Motto „Solidarität mit der kurdischen Befreiungsbewegung – Keine Abschiebung von Kurd*innen in die Türkei“ feiert! Die Einnahmen fließen in Solikampagne gegen die Abschiebung von kurdischen Aktivist*innen.

8M – Frauen und Queers Streik* Kassel

Die Anarchistische Aktion und Organisierung schließt sich den Aktionen und deren Unterstützung sowie dem Aufruf des Frauen und Queer Streiks* Kassel am 8. März an.

Programm für den 08. März

11-15 Uhr „Offener Raum“ (vor dem Rathaus)
Wir wollen uns versammeln, austauschen und Pläne für die Zukunft der Streikbewegung machen! Es wird Workshops, Musik und einen Platz zum Ausruhen für die Streikenden geben. Für Kinderbetreuung wird gesorgt.

17-19.30 Uhr Demo zum Internationalen Frauentag (Start vor dem Rathaus)
Für eine gerechte Gesellschaft ohne Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Herkunft, Religion, Sexualität oder Arbeitstätigkeit!

Aufruf zum Streik!

Am 8. März ist Internationaler Frauenkampftag. Schon seit über 100 Jahren streiken, streiten und kämpfen wir für unsere Rechte und gegen jede Unterdrückung. Über die Welt breitet sich eine Bewegung von streikenden Frauen und Queers* aus, von Polen bis Argentinien, von New York bis Hongkong, von Spanien über Nigeria bis Australien. Auch wir sehen Grund zum Streik und sagen: Es reicht! Lasst uns am 8. März zusammen streiken!
Ständig werden wir diskriminiert, unterdrückt und ausgebeutet. Wir werden tagtäglich mit verletzenden Witzen, Kommentaren, Übergriffen und körperlicher Gewalt klein gemacht. Unsere Arbeit wird geringgeschätzt und noch immer verdienen Frauen in Deutschland im Schnitt 22% weniger als Männer. Nicht nur das, zu Hause übernehmen wir unzählige Stunden an Erziehungs-, Haushaltsund Pflegearbeit. Manche von uns tun dies auch schlecht bezahlt im Zuhause anderer. Für Familie, Freundinnen, Partnerinnen und Kolleginnen leisten wir oft emotionale Unterstützung. Im Alterkommen wir mit unserer Rente kaum oder gar nicht über die Runden. So verschieden wir sind, wir sindalle Arbeiterinnen, weil wir arbeiten müssen – egal ob wir mit dem Kugelschreiber, dem Schraubenschlüssel, dem Computer oder dem Besen in der Hand arbeiten, ob wir dafür einen Lohn
bekommen oder nicht. Es wird von uns erwartet, dass wir diese Arbeit klaglos, unbeachtet und wie selbstverständlich mit einem Lächeln erledigen. Wir lassen uns das nicht länger gefallen! Wir streiken!

Wir wollen streiken,

… weil wir in einer Welt leben wollen, in der jede Arbeit wertgeschätzt wird.
… weil wir uns nicht länger ausbeuten lassen, weder zu Hause, noch auf der Lohnarbeit.
… weil unsere Zeit uns gehört und wir selbst bestimmen wollen, wann und wie wir arbeiten.
… weil wir das Ende des Pflegenotstands, des Mangels an kostenloser Kinderbetreuung, die Aufwertung der Hebammen- und der Reinigungsarbeit verlangen.
… weil wir nicht länger zulassen, dass schlecht bezahlte Arbeiten auf Frauen und Queers* in unsicheren und rechtlosen Verhältnissen abgewälzt werden.
… weil wir selbst über unsere Körper bestimmen wollen und ob und wann wir schwanger werden oder wann wir eine ungewollte Schwangerschaft beenden.
… weil wir keine starre Einteilung in Frau und Mann brauchen, sondern eine Anerkennung und Geschlechtergerechtigkeit für trans-Männer, Frauen, nicht-binäre und Interpersonen.
… weil wir selbst entscheiden wollen, wen wir lieben, ob, wann und mit wem wir Sex haben.
… weil wir wollen, dass keine von uns abgewertet oder kriminalisiert wird, weil sie für Sex Geld nimmt.
… weil wir uns nicht länger vorschreiben lassen, was oder wen wir schön finden, wie wir auszusehen oder uns zu kleiden haben.
… weil wir so zusammenleben wollen, dass niemand behindert wird.
… weil wir nicht länger hinnehmen werden, dass Frauen und Queers* sexuelle Übergriffe erleiden oder ermordet werden.
… weil wir klar machen wollen, dass Gewalt nicht erst bei Schlägen anfängt, sondern bei verbalen Verletzungen, Bevormundungen jeglicher Art oder Isolierung von der Außenwelt.
… weil wir keinen Schutz vor Männern brauchen, sondern ein Ende jeder Gewalt. Jeder Angriff auf eine Frau ist ein Angriff auf uns alle!
… weil wir nicht länger hinnehmen wollen, dass Kriege täglich hunderte Menschen vertreiben und töten, vor allem im globalen Süden. Die deutsche Regierung, die Bundeswehr, sowie die Deutsche Wirtschaft mischen dabei vor allem mit Rüstungsexporten ordentlich mit.
… weil es nicht sein darf, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken und die, die es nach Deutschland schaffen, entrechtet, ausgegrenzt und angegriffen werden.
… weil wir uns gegen Lagerunterbringung, Abschiebungen und Behördenschikanen einsetzen.
… weil wir alle das gleiche Recht auf Gesundheitsversorgung, Bildung und Wohnraum haben.
… weil wir nicht länger zusehen, wenn weltweit die Natur derart zerstört wird, dass es unser aller Leben gefährdet. Deutsche Unternehmen sind verantwortlich für die Ausbeutung der natürlichen Ressourcen in vielen Teilen der Welt. Der Frauenstreik ist auch ein Streik für die Erhaltung der Umweltund die nachhaltige Nutzung von natürlichen Ressourcen für alle!
… weil wir uns gegen rechte Politik und den Aufstieg rechter Parteien und Bewegungen stellen
.… weil wir uns gegen Gesetze wehren, die uns ungleich machen, trennen und kriminalisieren
.… weil wir nicht länger in Frauen und Queers mit oder ohne deutschen Pass, in Migrantinnen* und Deutsche, spalten und gegeneinander ausspielen lassen.

Wir bestreiken am 8. März unwürdige Zustände, indem wir

… nicht zur Arbeit gehen.
… die Hausarbeit liegen lassen.
… andere nicht umsorgen und nicht für alle mitdenken.
… nicht zur Schule, Berufsschule oder Hochschule gehen.
… uns versammeln, austauschen und Pläne für unsere Zukunft schmieden.
… solidarisch mit allen streikenden Menschen sind.
Wir werden uns gegenseitig dabei unterstützen, dass wir alle an diesem globalen Streik teilnehmen können. Unsere Aktionen sind vielfältig! Redet mit euren Kolleginnen, Freundinnen, Nachbarinnen,Müttern, Großmüttern, Tanten und Schwestern! Werdet gemeinsam aktiv! Sammelt Euch, lernteinander kennen, hört einander zu! Lasst uns Streik-Komitees an allen Orten gründen! Dies ist derBeginn einer wachsenden Bewegung! Frauen und Queers auf der ganzen Welt rufen: Wir streiken!
Schließ Dich an!

*Mit dem Sternchen wollen wir zeigen, dass Geschlecht nicht einfach feststeht, sondern dass es eine
Vielfalt an Geschlechtsidentitäten gibt. Dabei sehen sich nicht alle Menschen die als »Frau« angesprochen werden auch als »Frau«.

A&O Kneipe und Filmabend im Kollektivcafé am 1. Februar

Die Gruppe A&O – Anarchistische Aktion und
Organisierung – lädt euch herzlich ein zur Freitagskneipe am 1. Februar im Kollektvcafe Kurbad!

Ab 19.00 Uhr könnt ihr dort abhängen, Musik hören, diskutieren euch austauschen und vernetzen. Als Programm bietet die Gruppe A&O einen anarchistischen Infotisch und ab 20 Uhr einen Dokumentarfilm über eine junge Musikerin aus Afghanistan, die durch ihren online gestellten Song „Brides for sale“ (https://youtu.be/n65w1DU8cGU) ein Musikstipendium erhielt und so einer Zwangsheirat entkommen konnte. Danach gibt es wie immer Spiele und leckere Getränke vor Ort. Ganz neu dabei und eine Rarität: Die zweite Edition des anarchistischen Spiels „Bloc by Bloc“.

Wir freuen uns auf euch!

Vortrag „Antiautoritäre Kritik am Parlamentarismus“ 26.10.18 um 19 Uhr im Café Desasta

Liebe Menschen,

am 26. Oktober organisiert die A & O einen Vortrag im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Uni Kassel mit dem Thema „Antiautoritäre Kritik am Parlamentarismus“ um 19 Uhr im Café Desasta am Campus Holländischer Platz.

Der Parlamentarismus wird oft als fortschrittliches, freiheitliches Element der Demokratie dargestellt. Sie ist das zentrale Element der repräsentativen Demokratie, die den westlichen Nationalstaat heutzutage maßgeblich prägt. Doch sie gerät immer wieder in die Kritik, und das von allen Seiten. Während ihre Legitimiationsbasis bröckelt, gibt es auch viel Kritik, die noch rückwärtsgewandter ist als der Parlamentarismus selbst – von linksautoritär, über verschwörungsideologisch bis zu rechtsautoritär und faschistisch gibt es sie in allen Ausprägungen. Doch wie sieht eigentlich eine freiheitliche und antiautoriäre Kritik des Parlamentarismus aus? Warum sind Parteien und Parlamente so sehr im Fokus der Kritik von Anarchist*innen? Warum bringen Wahlen nichts und was können wir stattdessen tun? Diese und viele weitere Fragen sollen in dem Vortrag der Gruppe A & O – Anarchistische Aktion und Organisierung beleuchtet werden.

Diese Veranstaltung ist Teil der kritischen Einführungswochen an der Uni Kassel. Wir werden in dieser Veranstaltungsreihe eine Weitere Veranstaltung durchführen, und zwar am 24. Oktober Gib und Nimm-Tisch & Infotisch ab 13.45 Uhr auf dem Lucius-Burckhardt-Platz.

Hier findet ihr alle Weiteren Veranstaltungen (Facebook): Kritische Orentierungsphase an der Uni Kassel

14.9.18, 18:00 Uhr #HambiBleibt Asamblea auf dem Königsplatz

Die Räumung des Hambacher Forsts im Rheinischen Braunkohlerevier hat begonnen. Tausende Polizist*innen gehen mit schwerem Gerät gegen die Waldbesetzer*innen vor und schützen den Klimakiller RWE und dessen
Kohleprofite – trotz der laufenden Kohlekommission und Zusicherungen, dass währenddessen keine Räumungen und Rodungen stattfinden würden.
Lasst uns unsere Empörung, unsere Wut und unseren Mut zum Wandel angesichts der Räumung zeigen!

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Solidarität statt Hetze – Der AfD am 17.9. entgegentreten

Montag 17.9. in Kassel: Solidarität statt Hetze – Protest gegen den AfD-Wahlkampf! Kommt um 17 Uhr zur Haltestelle Friedrichsstraße gegenüber dem Opernplatz, um Nationalismus, Rassismus und Faschismus entgegenzutreten und den Wahlkampf der AfD zum Desaster zu machen!
Hier der Aufruf des Bündnisses gegen Rechts, welche die Kundgebung angemeldet hat. Es wird auch einen kurzen Beitrag der A & O – Anarchistische Aktion und Organisierung geben! Weiterlesen