We rise! – Der alternative CSD 2017 (mit FaulenzA, Suse uvm.) 19.8.!

Wie in den letzten Jahren werden Aktivist*innen einen alternativen CSD in Kassel organisieren, um zu zeigen, dass es auch eine „andere Seite des Regenbogens“, abseits von Regenbogen-Kapitalismus, sexistischen Zuständen in der Queer-Szene und Werbung für Parteien, gibt. Neben guter Musik, freiem Eintritt und günstigem Essen & Trinken, wird es auch inhaltliche Vorträge und Lesungen geben!

Programm:

15 Uhr Beginn
15.30 Uhr Vortrag und Gesprächsrunde zu Homoromantik und Asexualität
17.30 Uhr Lesung „Support your sisters, not your cis-ters“ von FaulenzA
19.30 Uhr Vortrag zu Bisexualität und Biphobie mit Suse
21.30 Uhr Abschlusskonzert von FaulenzA (Zecken/Queer-Rap, Liedermacherin)
im Anschluss Tresen mit Musik von Sasse (u.a. Still loving queer K19) Weiterlesen

Demonstration: My Body – My Choice!

19.11.16 * 13:00 Uhr * Lyceumsplatz/Wolfsschlucht * Kassel

(english version below)

Am 19.11.2016 veranstaltet das Treffen Christlicher Lebensrecht-Gruppen (TCLG), ein Netzwerk christlich-fundamentalistischer Initiativen, Beratungsstellen und Gruppen, das „Lebensrecht-Forum“. Diese Veranstaltung findet zwei mal jährlich im Friedenshof in Kassel statt und dient deren Vernetzung und Weiterbildung.

Die vermeintlichen LebensschützerInnen vertreten ein extrem reaktionäres Weltbild: Sie propagieren die heterosexuelle Kleinfamilie, in der Frauen* die ¨natürliche¨ und ¨gottgegebene¨ Aufgabe haben, Mutter zu sein. Sie werden als lebensschenkendes Objekt stilisiert und damit auf eine Gebärfunktion reduziert. Schwangeren Menschen* wird das Recht auf Selbstbestimmung abgesprochen, indem Abtreibung als Mord dargestellt wird. Zusätzlich zu diesen sexistischen, homo- und trans*feindlichen Positionen wird immer wieder ein völkisches und nationalistisches Selbstverständnis vertreten. Weiterlesen

Ein kurzer Sommer der Anarchie, oder wie meine Brüste zum ersten Mal das Sonnenlicht sahen

Mitte August trafen sich einige hundert Anarchist*innen für zehn Tage in Niederösterreich zum anarchistischen Sommercamp. Mein erstes Polit-Camp überhaupt.

Das A-Camp war zunächst ein Ort, an dem ich mich mit der Praxis einer anderen Gesellschaft beschäftigen wollte. Ich hoffte auf Menschen, die jede Herrschaft ablehnen und versuchen dies konkret und in Echtzeit umzusetzen. Meinetwegen eine Bubble, aber auch ein Versprechen, dass etwas anderes als der Status quo möglich ist.
Als feministische Herrschaftskritiker*in begegne ich in linken Kontexten meist einem Ja zum Anti-Sexismus. Dennoch ist es für alle gender nicht leicht, einfach mit dominantem Verhalten aufzuhören bzw. sich diesem nicht gewohnheitsmäßig zu fügen. Auch Privilegien verschwinden nicht einfach von heute auf morgen. Häufig ist mensch damit beschäftigt Comrades dauerhaft zu sensibilisieren. Manchmal halte ich die Schieflagen und Hierarchien aber auch einfach aus, denn es kann enorm viel Energie kosten, immer der „Erklärbär“ zu sein.
Auf dem A-Camp sind viele interessante Dinge für mich passiert. Aber das bedeutsamste war wohl die Diskussion, die um das männliche Privileg des nackten Oberkörpers entbrannt ist. Weiterlesen