28. Juli: Vorstellung „Die Plattform“ 20 Uhr Kollektivcafé

Liebe Menschen,

die Gründung einer dritten anarchistischen Föderation im deutschsprachigen Raum (neben der FdA und der FAU) sorgte in der libertären Bewegung für einiges Aufsehen, Diskussion und Interessen. Nicht zuletzt aufgrund ihres Textes Über die Bedingungen, unter denen wir kämpfen und den Zustand der anarchistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum – Die Schaffung einer revolutionären plattformistischen Organisation sorgte die Plattform für einige strategische Auseinandersetzungen. Im Rahmen ihrer mehrmonatigen Rundreise kommen Menschen der Plattform nun auch nach Kassel, um die Organisation vorzustellen und über ihre Ideen zu diskutieren. Die A & O – Anarchistische Aktion & Organisierung, lädt zu diesem Zweck am 28. Juli um 20 Uhr ins Kollektivcafé Kurbad ein. Worum es dabei auch gehen wird, zeigt die Beschreibung der Plattform:

“die plattform” ist eine anarchokommunistische Organisation. Sie hat sich zum Ziel gesetzt eine Föderation für den deutschsprachigen Raum aufzubauen, welche nach plattformistischen Grundsätzen funktioniert. Im deutschsprachigen Raum sind die Ideen des Plattformismus und Especifismo unbekannt und bislang schwach ausgeprägt. Dies wollen wir ändern. Wir wollen einen gut durchdachten organisierten Beitrag zur anarchistischen Bewegung hinzufügen. Wir wollen soziale Kämpfe unterstützen und Klassenkämpfe entfalten. Wir wollen dazu beitragen der sozialen Revolution näher zu kommen und die Reaktion in der Fratze des Rechtsrucks zurückschlagen. Wir sind eine Plattform für all diejenigen, welche sich mit diesem System noch nicht abgefunden haben, welche vorwärtsstreben wollen auf dem Weg zur herrschaftslosen Gesellschaft. Packen wir es gemeinsam an!

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Stellungnahme zur Einladung von Alice Schwarzer in Kassel

Stellungnahme zur Einladung von Alice Schwarzer zum Thema „Abtreibung ist ein Menschenrecht“ vom Frauenhaus Kassel am 28.03.2019

Wir, einige Menschen der anarchistischen Aktion und Organisierung (A&O Kassel), sprechen uns gegen die öffentliche Einladung von Alice Schwarzer aus. Ihr sollte kein öffentlicher Raum für ihre rechtsoffenen Einstellungen gegeben werden.

Mit Erschrecken bemerkten wir, dass Alice Schwarzer nach Kassel eingeladen worden ist. Das Thema „Abtreibung ist ein Menschenrecht“ soll sie zum Thema machen und sich so wieder den öffentlichen Raum aneignen. Dieses Thema, dass Abtreibung ein Menschenrecht sein soll und nicht bestraft oder verfolgt werden sollte, ist uns sehr wichtig und erkämpfenswert. Aber sollte dies Alice Schwarzer machen? Es gibt unzählige prominente Frauen* und Wissenschaftler*innen die hätten eingeladen werden können. Warum wurde Alice Schwarzer eingeladen- fragen wir uns.

Alice Schwarzer zeigt in verschiedenen Facetten rechtsoffene Einstellungen auf, welche wir strikt ablehnen. Im Folgenden werden einige Einstellungen von ihr aufgezeigt, die nicht für eine freiheitliche, emanzipatorische, hierarchiefreie, anti-autoritäre, gerechte und weltoffene Gesellschaft stehen. Auch die Queers- und Frauen*streikbewegung lehnt rechtsoffene Einstellung¹ ab und sollte nicht mit solchen Vertreter*innen zusammenarbeiten.

Mithu Sanyal, eine Autorin des Missy Magazines, analysierte Alice Schwarzers Buch „Der Schock-die Silvesternacht in Köln“². Die Autorin vom Missy Magazine stellt fest, dass Aussagen von Alice Schwarzer darauf hinweisen, dass sie eine Feindlichkeit gegenüber Geflüchtete, Migrant*innen und Islamgläubige zeigt. Es werden laut dem Missy Magazine Behauptungen sowie Vorurteile von Alice Schwarzer aufgestellt, dass die Geflüchteten durch ihre Kriegserfahrungen eine Normalität zu gewalttätigen Handlungen, wie die sexuellen Übergriffe in der Kölner Silvesternacht, gewonnen hätten. Auch würden Geflüchtete, insbesondere Islamgläubige, „Frauen“ hassen. Mithu Sanyal entkräftet diese Vorurteile.

Wir, als Anarchist*innen, lehnen jegliche rassistische Einstellung ab, wie die Feindlichkeit gegenüber Geflüchteten, Migrant*innen und Islamgläubigen. Jede*r hat das Recht, dorthin zu gehen und zu bleiben, wo er*sie will. Jede*r hat das Recht eine Religion auszuüben ohne aufgrund dessen diskriminiert zu werden. Wir, als Anarchist*innen, lehnen Staaten sowie Grenzen und Religionen ab, jedoch schließen wir nicht die Menschen aus oder diskriminieren sie, die anderer Herkunft sind oder einer Religion angehören.

Laura Lucas³, eine Autorin der Onlineseite „Über Medien“, differenziert die Rassismusvorwürfe Alice Schwarzes. Unter der Bezugnahme weiterer Wissenschaftler*innen ist sie der Meinung, dass Alice Schwarzer nicht rassistisch, aber ihre Wirkung rechtsoffen sei. Meredith Haaf⁴, eine Autorin der Süddeutschen Zeitung, ist einer ähnlichen Meinung wie Laura Lucas. Laut Meredith Haaf und der Bezugnahme weiterer Wissenschaftler*innen interviewt Alice Schwarzer unter anderen weiße Frauen*, die sexualisierte Gewalt von geflüchteten Männern in Chemnitz erfahren haben. Diese Übergriffe werden laut Meredith Haaf nicht journalistisch eingeordnet. Es wird von Einzelfällen berichtet und daraus Schlüsse auf eine gesamte Bevölkerungsgruppe gezogen. Eine gute journalistische Aufbereitung wäre beispielsweise, dass diese Einzelfälle in einer Gesamtstatistik eingeordnet wird. Beispielsweise könnte mensch fragen: Wie viele weiße deutsche Männer üben sexualisierte Übergriffe aus? Werden diese erfasst?

Was heisst das? Darf jemand rhetorisch rechts bzw. rechtspopulistisch hetzen, aber sich nicht als rechts oder rechtspopulistisch bezeichnen? Diese Argumentation ähnelt der rechtspopulistischen Argumentation, wie beispielsweise: „Ich bin doch kein Nazi, nur weil ich keine „Ausländer“ mag“⁵. Der naive Umgang mit den Rechten und den Rechtspopulist*innen zeigte in der Vergangenheit, dass sie dadurch an Macht gewinnen. Siehe beispielsweise die immer stärker werdende rechtspopulistische Partei AfD. Wir, als Anarchist*innen, sind der Meinung, dass Menschen wie Alice Schwarzer, die eine rechtsoffene Wirkung haben, keinen öffentlichen Raum bekommen sollten, um rhetorisch ihre rechten und rechtspopulistischen Meinungen zu verbreiten.

Meredith Haaf schreibt in einem anderen Beitrag⁶ eine Stellungnahme gegenüber die patriarchale und sexarbeiterinnenfeindliche Einstellung Alice Schwarzers. Laut Meredith Haaf lehnt Alice Schwarzer in jeglicher Hinsicht die Sexarbeit ab. Sie differenziere auch nicht zwischen Betroffenen von Menschenhandel und Frauen*, die freiwillig und selbstbestimmt eine sexualisierte Dienstleistung ausüben. Darüber hinaus interpretiert Meredith Haaf Alice Schwarzer dahingehend, dass Frauen*, die Sexarbeit ausführen, nicht selbstbestimmt über ihren Körper entscheiden und sie nicht zwischen sexualisierter Dienstleistung und sexualisierten Handlungen unterscheiden könnten. Die Trennung zwischen Körperlichkeit und Sexualität wäre für eine Frau* nach Alice Schwarzer nicht möglich. Dies könnte auch dahingehend interpretiert werden, dass Alice Schwarzer die Frau* auf den Körper (=Sex) reduziert. Diese Interpretation wäre ein Indiz dafür, dass Alice Schwarzer eine patriarchale Einstellung hat.

Wir, als Anarchist*innen, leben und kämpfen für eine selbstbestimmte und emanzipatorische Lebensweise aller Frauen*. Frauen* können selbst entscheiden, ob sie ihr Geld mit einer sexualisierten Dienstleistung bzw. Sexarbeit verdienen. Betroffene von sexualisierter Gewalt und Menschenhandel müssen unterstützt sowie geschützt werden. Sexualisierte Gewalt und Menschenhandel sollte rechtlich verfolgt werden und verfolgbar sein. Ein Nein heißt Nein, egal ob es in der Ehe oder auf der Party ist.

Ein*e Blogger*in, gnurpsnewoel.⁷, schreibt auf seinen*ihren Blog, dass Alice Schwarzer trans*feindliche Einstellungen zeigt. Sie*Er belegt es u.a. damit, dass Schwarzer in ihrer Kolumne „Ask Alice“ trans* Menschen davon abrät, sich geschlechtsanzugleichen oder Hormone zu nehmen. Gnurpsnewoel schlägt vor, wenn Menschen gefragt werden, wie sie trans* und inter* Menschen beraten sollen, dann sollte mensch auf Beratungsstellen verweisen, die explizit sich damit auskennen. Beispielweise gibt der Verein TransInterQueer e.V. Workshops oder Beratungsangebote.

Wir, als Anarchist*innen, leben und kämpfen für einen sensiblen Umgang mit trans*inter*queer* Personen. Die Erziehungs- und Bildungslandschaft sollte sich mit der Beratung oder der Weiterleitung an externen Beratungsstellen auskennen. Es kann durch Unwissenheit oder Ablehnung von trans*inter*queer* Personen passieren, dass die Betroffenen nicht ernst genommen und diskriminiert werden. Auch Alice Schwarzer zeigt offen trans*feindliche Einstellungen und sollte daher keinen öffentlichen Raum gegeben werden.

Wenn Alice Schwarzer diese Stellungnahme liest, liegt es nahe, dass sie es als falsche Toleranz bezeichnet. Laut Mithu Sanyal⁸ meint Alice Schwarzer, dass Linke und Linksliberale eine falsche Toleranz gegenüber Migrant*innen zeigen. Ist das so? Leben und kämpfen wir für eine falsche Toleranz und die Rechten und Rechtspopulist*innen für eine richtige? Sind wir nach dieser Argumentation doch schon im Faschismus angelangt? Denn im Faschismus, welchen die Rechten und die Rechtspopulist*innen als ideologisches Fundament haben, gibt es keinen Platz für Migrant*innen, Geflüchtete, Andersgläubige, emanzipierte Frauen* sowie Sexarbeiter*innen, Inter*Trans*Queer* Menschen und Linke.

Wir hoffen und kämpfen für eine freiheitliche und gerechte Welt ohne Herrschaft in jeglicher Form. Wir wollen mit Migrant*innen, Geflüchteten, Andersgläubige, Frauen*, Sexarbeiter*innen und Inter*Trans*Queer* Menschen zusammen leben. Dies ist notwendig und in einer gerechten, anti-autoritären, offenen und emanzipierten Welt möglich.

Einige Menschen der Anarchistische Aktion und Organisierung (A&O Kassel)

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Endnoten:

1= „[…] Der Frauen*streik ist auch ein Streik […] weil wir uns gegen rechte Politik und den Aufstieg rechter Parteien und Bewegungen stellen. […]“ Frauenstreik Aufruf online unter: https://frauenstreik.org/aufruf/ (Zugriff am 17.03.2019).

2= Siehe Mithu Sanyal (18.08.2016): Hatespeech im Feminismus-Mantel- Alice Schwarzers Buch über die Kölner Silvesternacht ist eine rassistische Hassschrift. Aber warum eigentlich?, online unter: https://missy-magazine.de/blog/2016/08/18/hatespeech-im-feminismus-mantel/ (Zugriff am 17.03.2019).

3= Siehe Laura Lucas (02.07.2018): Emma und der Beifall von rechts, online unter: https://uebermedien.de/29269/emma-und-der-beifall-von-rechts/ (Zugriff am 17.03.2019).

4= Siehe Meredith Haaf (08.09.2018): Rechtsliberale Femminismusvariante, Online unter: https://www.sueddeutsche.de/medien/magazin-emma-rechtsliberale-feminismusvariante-1.4120639 (Zugriff am 18.3.2019)

5= Einen Überblick über die Einordnung und notwendige Distanzierung rechter und rechtspopulistischer Einstellungen gibt die Broschüre „Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung“ von der AWO. Siehe AWO Bundesverband e.V./ Deutscher Caritasverband e.V./ Deutscher Paritätischer Wohlfahrtsverband – Gesamtverband e.V./ Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband/ Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland e.V. (2017): Miteinander gegen Hass, Diskriminierung und Ausgrenzung, online unter:, url: https://www.awo.org/sites/default/files/2017-07/170609%20Web%20Handreichung%20der%20Verb%C3%A4nde-Miteinander.pdf (Zugriff am 18.03.2019).

6= Siehe Meredith Haaf (03.07.2014): Alice Schwarzer in der Prostitutionsdebatte- Käufliche Körper, Käufliche Seelen, online unter: https://www.sueddeutsche.de/leben/alice-schwarzer-in-der-prostitutionsdebatte-kaeufliche-koerper-kaeufliche-seelen-1.1834875!amp (Zugriff am 18.03.2019).

7= Siehe gnurpsnewoel (31.07.2014): Emma-Fail: Alice Schwarzer trans*feindlich, online unter: http://gnurpsnewoel.blogsport.de/ (Zugriff am 18.03.2019).

8= Siehe Endnote 2.

Eine Polemik zur hessischen Landtagswahl 2018 von Nicht nur ein Traum Dieses Jahr stehen wieder Landtagswahlen an – was mensch an den bereits überall herumhängenden Gesichtern von Politiker*innen unschwer zu erkennen ist. Bald werden auch wieder die üblichen Aufrufe laut, „Leute geht wählen gegen Nazis!“ oder „Nehmt euer demokratisches Recht zu wählen war, sonst könnt ihr euch hinterher nicht beschweren!“ und so weiter und so fort. Vorweg – dieser Artikel wird kein Aufruf zum Wahlboykott sein – aber was positiveres als das wird es hier zum Thema Wahlen nicht geben.[…]

 

via Nicht den Parlamenten trauen, auf Widerstand von unten bauen — Nicht nur ein Traum

Vortrag „Antiautoritäre Kritik am Parlamentarismus“ 26.10.18 um 19 Uhr im Café Desasta

Liebe Menschen,

am 26. Oktober organisiert die A & O einen Vortrag im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Uni Kassel mit dem Thema „Antiautoritäre Kritik am Parlamentarismus“ um 19 Uhr im Café Desasta am Campus Holländischer Platz.

Der Parlamentarismus wird oft als fortschrittliches, freiheitliches Element der Demokratie dargestellt. Sie ist das zentrale Element der repräsentativen Demokratie, die den westlichen Nationalstaat heutzutage maßgeblich prägt. Doch sie gerät immer wieder in die Kritik, und das von allen Seiten. Während ihre Legitimiationsbasis bröckelt, gibt es auch viel Kritik, die noch rückwärtsgewandter ist als der Parlamentarismus selbst – von linksautoritär, über verschwörungsideologisch bis zu rechtsautoritär und faschistisch gibt es sie in allen Ausprägungen. Doch wie sieht eigentlich eine freiheitliche und antiautoriäre Kritik des Parlamentarismus aus? Warum sind Parteien und Parlamente so sehr im Fokus der Kritik von Anarchist*innen? Warum bringen Wahlen nichts und was können wir stattdessen tun? Diese und viele weitere Fragen sollen in dem Vortrag der Gruppe A & O – Anarchistische Aktion und Organisierung beleuchtet werden.

Diese Veranstaltung ist Teil der kritischen Einführungswochen an der Uni Kassel. Wir werden in dieser Veranstaltungsreihe eine Weitere Veranstaltung durchführen, und zwar am 24. Oktober Gib und Nimm-Tisch & Infotisch ab 13.45 Uhr auf dem Lucius-Burckhardt-Platz.

Hier findet ihr alle Weiteren Veranstaltungen (Facebook): Kritische Orentierungsphase an der Uni Kassel

Flyeraktion gegen Patriotismus und Nationalismus

Vor dem „Public Viewing“ des Fußballspiels der deutschen gegen die schwedische Nationalmannschaft im Hörsaal 1 haben wir, die A & O – Anarchistische Aktion und Organisierung aus Kassel den folgenden Flyer verteilt, um auf die Gefahren von Nationalfahnen, Patriotismus und Nationalismus aufmerksam zu machen:

PATRIOTISMUS – VOLL OKAY?

Warum Nationalfahnen kein unbedenklicher Partyschmuck sind

Gerade bei Großereignissen wie der WM „schmücken“ viele Menschen sich (Autos, Balkone) mit Nationalflaggen. Diese stehen jedoch nicht nur für ein Team, sondern auch für die Identifikation mit einem Land und seiner Regierung. Im Falle der BRD heißt das: du bist einverstanden mit einer Nation.

  • die soziale Ungerechtigkeit verschärft
    Hartz IV, Bankenrettung, Chancenungleichheit im Bildungssystem, …
  • die Europameister beim Waffenexport ist
    Verkauf von Kriegsgerät auch an andere unterdrückerische Regime und in Kriegsgebiete
  • die in 11 Ländern Krieg führt
    90% der Toten in heutigen Kriegen sind zivile Opfer
  • in der Rassismus im Gesetz verankert ist und alltäglich ist
    Abschiebung, Residenzpflicht, Antimuslimische Stimmungsmache, …
  • die sich durch Ausbeutung des Globalen Südens bereichert
  • die systemkritische Menschen überwachen, zensieren und verprügeln lässt (Stuttgart 21, Castor, Blockupy, G20, …)

Dies sind nur einige Kritikpunkte, doch diese Liste ließe sich noch endlos fortführen. Entscheide selbst, ob du trotzdem für diese Nation die Fahne hochhalten willst!

Ähnliche Kritik lässt sich selbstverständlich an jeder bestehenden Nation formulieren…

WO IST EIGENTLICH DAS PROBLEM?

Nationen sind immer ausschließend, da manche Menschen dazugehören „dürfen“ und andere wiederum nicht. Wer darüber bestimmt? Ausländerbehörde, Politik und andere Leute, die rein gar nichts mir dir zu tun haben. Nationalstaatliche Grenzen bestehen in Europa erst seit ca. 200 Jahren und verändern sich ständig, z.B. durch Kriege – genau wie die Sprachen.

So verändert sich auch immer, wer zur Nation dazugehört und wer nicht. Nationen sind also keineswegs natürlich und notwendig. Dies wird heute leider oft totgeschwiegen, da die Menschen doch sonst nicht mehr an diese erfundene Nation glauben würden.

Es gibt kein gemeinsames nationales „wir“! Niemand kann etwas dafür, wo er* oder sie* geboren wurde und kann folglich auch keinen Stolz dafür empfinden. Was hast du mit irgendwelchen Leute gemeinsam, die viele Kilometer und mehr entfernt wohnen?
Du kennst sie doch gar nicht! Angebliche Gemeinsamkeiten in Kultur, Sprache, etc. wurden erst nach der Nationsgründung durchzusetzen versucht.

Der Gedanke, wer zur Nation gehört und wer nicht, geht immer einher mit Gedanken wie: Wer ist mehr wert und wer weniger? Ein solches „wir“ ist wirklich gefährlich, da meist eine Abwertung der Menschen stattfindet, die nicht zu diesem „wir“ dazugehören. Wozu übersteigertes Nationalgefühl führen kann, hat sich z.B. währen des Nationalsozialismus gezeigt…

Die Nation ist kein kuscheliges Nest, sondern eine Herrschaftsstruktur, die ihr fortbestehen mit Gewalt sichert!

Anmerkung: Der Flyer-Text stammt nicht vons uns. Auf den ursprünglichen Flyer, welcher uns als Vorlage diente,  waren keine Urheber*innen vermerkt. Wir haben den Flyer lediglich abgetippt und in kopierfähigem Format in Umlauf gebracht.

Anarchistisches Radio Kassel – 5. Mai 2018

Liebe Menschen!

Am Samstag den 5. Mai lief wieder das Anarchistische Radio Kassel um 20 Uhr im Freien Radio! Eine Stunde lang sendeten wir libertäre und größtenteils freie Musik und brachten euch auf den neuesten Stand, was in Kassel an antiautoritärer Organisierung so los ist! Schwerpunkte waren dieses Mal – neben den Ankündigungen für Mai – die Anarchistische Kritik an Staat, Demokratie und Patriarchat. Wir haben wieder viel feministische Musik und Riot Grrrl für euch auf Lager! Zudem erählen wir etwas zu unserer Soliparty Stereo Revolte am 12. Mai im JuZi in Göttingen!

Ihr könnt in unsere Sendungen reinhören in Kassel und Umland unter 105,8 Mhz sowie im Livestream auf www.freies-radio-kassel.de
Die Wiederholung läuft am Sonntag, 6.5. um 12 Uhr mittags.

Hier könnt ihr die Sendung als Podcast hören:

Die nächste Sendung mit der A & O läuft am 2. Juni. Alle Sendetermine stehen auch auf dem nachfolgenden Flyer.