25.10.: Vortrag: Was ist Anarcha-Feminismus?

Liebe Menschen,

im Rahmen der Kritischen Orientierungsphase zu Beginn des neuen Semesters an den Universitäten Kassels kommt eine unserer ersten Veranstaltungen in überarbeiteter Form zurück:

Am 25. Oktober um 18 Uhr kommen Menschen von about:fem aus Köln für den Vortrag „Was ist Anarcha-Feminismus? zu uns. Anders als auf den Flyern der Orientierungsphase angegeben findet die Veranstaltung im Infoladen „… an der Halitstraße“ in der Holländischen Straße 88 statt!

Gemeinsam wollen wir folgende Fragen beleuchten:

Ist der Anarchismus von sich aus eine feministische Strömung? Welche Kritik gibt es an der (weißen und bürgerlichen) feministischen Geschichtsschreibung aus libertärer Perspektive? Wie hat sich Anarcha-Feminismus entwickelt und welche Gruppen und Personen waren dabei prägend? Was bedeutet das alles für anarchistische und feministische Bewegungen heute?

Zu diesen Fragen wird es einen Input von etwa 45 Minuten geben um danach gemeinsam zu diskutieren.

Es wird des Weiteren einen feministischen Infotisch der A & O geben sowie  – ebenfalls im Rahmen der Kritischen Orientierungsphase – eine Küche für Alle, veranstaltet vom Infoladen „…an der Halitstraße“.

Wir freuen uns auf Euch und die Veranstaltung!

28. Juli: Vorstellung „Die Plattform“ 20 Uhr Kollektivcafé

Liebe Menschen,

die Gründung einer dritten anarchistischen Föderation im deutschsprachigen Raum (neben der FdA und der FAU) sorgte in der libertären Bewegung für einiges Aufsehen, Diskussion und Interessen. Nicht zuletzt aufgrund ihres Textes Über die Bedingungen, unter denen wir kämpfen und den Zustand der anarchistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum – Die Schaffung einer revolutionären plattformistischen Organisation sorgte die Plattform für einige strategische Auseinandersetzungen. Im Rahmen ihrer mehrmonatigen Rundreise kommen Menschen der Plattform nun auch nach Kassel, um die Organisation vorzustellen und über ihre Ideen zu diskutieren. Die A & O – Anarchistische Aktion & Organisierung, lädt zu diesem Zweck am 28. Juli um 20 Uhr ins Kollektivcafé Kurbad ein. Worum es dabei auch gehen wird, zeigt die Beschreibung der Plattform: Weiterlesen

Stellungnahme zur Einladung von Alice Schwarzer in Kassel

Stellungnahme zur Einladung von Alice Schwarzer zum Thema „Abtreibung ist ein Menschenrecht“ vom Frauenhaus Kassel am 28.03.2019

Wir, einige Menschen der anarchistischen Aktion und Organisierung (A&O Kassel), sprechen uns gegen die öffentliche Einladung von Alice Schwarzer aus. Ihr sollte kein öffentlicher Raum für ihre rechtsoffenen Einstellungen gegeben werden.

Mit Erschrecken bemerkten wir, dass Alice Schwarzer nach Kassel eingeladen worden ist. Das Thema „Abtreibung ist ein Menschenrecht“ soll sie zum Thema machen und sich so wieder den öffentlichen Raum aneignen. Dieses Thema, dass Abtreibung ein Menschenrecht sein soll und nicht bestraft oder verfolgt werden sollte, ist uns sehr wichtig und erkämpfenswert. Aber sollte dies Alice Schwarzer machen? Es gibt unzählige prominente Frauen* und Wissenschaftler*innen die hätten eingeladen werden können. Warum wurde Alice Schwarzer eingeladen- fragen wir uns. Weiterlesen

Eine Polemik zur hessischen Landtagswahl 2018 von Nicht nur ein Traum Dieses Jahr stehen wieder Landtagswahlen an – was mensch an den bereits überall herumhängenden Gesichtern von Politiker*innen unschwer zu erkennen ist. Bald werden auch wieder die üblichen Aufrufe laut, „Leute geht wählen gegen Nazis!“ oder „Nehmt euer demokratisches Recht zu wählen war, sonst könnt ihr euch hinterher nicht beschweren!“ und so weiter und so fort. Vorweg – dieser Artikel wird kein Aufruf zum Wahlboykott sein – aber was positiveres als das wird es hier zum Thema Wahlen nicht geben.[…]

 

via Nicht den Parlamenten trauen, auf Widerstand von unten bauen — Nicht nur ein Traum

Vortrag „Antiautoritäre Kritik am Parlamentarismus“ 26.10.18 um 19 Uhr im Café Desasta

Liebe Menschen,

am 26. Oktober organisiert die A & O einen Vortrag im Rahmen der Kritischen Einführungswochen an der Uni Kassel mit dem Thema „Antiautoritäre Kritik am Parlamentarismus“ um 19 Uhr im Café Desasta am Campus Holländischer Platz.

Der Parlamentarismus wird oft als fortschrittliches, freiheitliches Element der Demokratie dargestellt. Sie ist das zentrale Element der repräsentativen Demokratie, die den westlichen Nationalstaat heutzutage maßgeblich prägt. Doch sie gerät immer wieder in die Kritik, und das von allen Seiten. Während ihre Legitimiationsbasis bröckelt, gibt es auch viel Kritik, die noch rückwärtsgewandter ist als der Parlamentarismus selbst – von linksautoritär, über verschwörungsideologisch bis zu rechtsautoritär und faschistisch gibt es sie in allen Ausprägungen. Doch wie sieht eigentlich eine freiheitliche und antiautoriäre Kritik des Parlamentarismus aus? Warum sind Parteien und Parlamente so sehr im Fokus der Kritik von Anarchist*innen? Warum bringen Wahlen nichts und was können wir stattdessen tun? Diese und viele weitere Fragen sollen in dem Vortrag der Gruppe A & O – Anarchistische Aktion und Organisierung beleuchtet werden.

Diese Veranstaltung ist Teil der kritischen Einführungswochen an der Uni Kassel. Wir werden in dieser Veranstaltungsreihe eine Weitere Veranstaltung durchführen, und zwar am 24. Oktober Gib und Nimm-Tisch & Infotisch ab 13.45 Uhr auf dem Lucius-Burckhardt-Platz.

Hier findet ihr alle Weiteren Veranstaltungen (Facebook): Kritische Orentierungsphase an der Uni Kassel

Flyeraktion gegen Patriotismus und Nationalismus

Vor dem „Public Viewing“ des Fußballspiels der deutschen gegen die schwedische Nationalmannschaft im Hörsaal 1 haben wir, die A & O – Anarchistische Aktion und Organisierung aus Kassel den folgenden Flyer verteilt, um auf die Gefahren von Nationalfahnen, Patriotismus und Nationalismus aufmerksam zu machen:

PATRIOTISMUS – VOLL OKAY?

Warum Nationalfahnen kein unbedenklicher Partyschmuck sind

Gerade bei Großereignissen wie der WM „schmücken“ viele Menschen sich (Autos, Balkone) mit Nationalflaggen. Diese stehen jedoch nicht nur für ein Team, sondern auch für die Identifikation mit einem Land und seiner Regierung. Im Falle der BRD heißt das: du bist einverstanden mit einer Nation.

  • die soziale Ungerechtigkeit verschärft
    Hartz IV, Bankenrettung, Chancenungleichheit im Bildungssystem, …
  • die Europameister beim Waffenexport ist
    Verkauf von Kriegsgerät auch an andere unterdrückerische Regime und in Kriegsgebiete
  • die in 11 Ländern Krieg führt
    90% der Toten in heutigen Kriegen sind zivile Opfer
  • in der Rassismus im Gesetz verankert ist und alltäglich ist
    Abschiebung, Residenzpflicht, Antimuslimische Stimmungsmache, …
  • die sich durch Ausbeutung des Globalen Südens bereichert
  • die systemkritische Menschen überwachen, zensieren und verprügeln lässt (Stuttgart 21, Castor, Blockupy, G20, …)

Dies sind nur einige Kritikpunkte, doch diese Liste ließe sich noch endlos fortführen. Entscheide selbst, ob du trotzdem für diese Nation die Fahne hochhalten willst!

Ähnliche Kritik lässt sich selbstverständlich an jeder bestehenden Nation formulieren…

WO IST EIGENTLICH DAS PROBLEM?

Nationen sind immer ausschließend, da manche Menschen dazugehören „dürfen“ und andere wiederum nicht. Wer darüber bestimmt? Ausländerbehörde, Politik und andere Leute, die rein gar nichts mir dir zu tun haben. Nationalstaatliche Grenzen bestehen in Europa erst seit ca. 200 Jahren und verändern sich ständig, z.B. durch Kriege – genau wie die Sprachen.

So verändert sich auch immer, wer zur Nation dazugehört und wer nicht. Nationen sind also keineswegs natürlich und notwendig. Dies wird heute leider oft totgeschwiegen, da die Menschen doch sonst nicht mehr an diese erfundene Nation glauben würden.

Es gibt kein gemeinsames nationales „wir“! Niemand kann etwas dafür, wo er* oder sie* geboren wurde und kann folglich auch keinen Stolz dafür empfinden. Was hast du mit irgendwelchen Leute gemeinsam, die viele Kilometer und mehr entfernt wohnen?
Du kennst sie doch gar nicht! Angebliche Gemeinsamkeiten in Kultur, Sprache, etc. wurden erst nach der Nationsgründung durchzusetzen versucht.

Der Gedanke, wer zur Nation gehört und wer nicht, geht immer einher mit Gedanken wie: Wer ist mehr wert und wer weniger? Ein solches „wir“ ist wirklich gefährlich, da meist eine Abwertung der Menschen stattfindet, die nicht zu diesem „wir“ dazugehören. Wozu übersteigertes Nationalgefühl führen kann, hat sich z.B. währen des Nationalsozialismus gezeigt…

Die Nation ist kein kuscheliges Nest, sondern eine Herrschaftsstruktur, die ihr fortbestehen mit Gewalt sichert!

Anmerkung: Der Flyer-Text stammt nicht vons uns. Auf den ursprünglichen Flyer, welcher uns als Vorlage diente,  waren keine Urheber*innen vermerkt. Wir haben den Flyer lediglich abgetippt und in kopierfähigem Format in Umlauf gebracht.

Anarchistisches Radio Kassel – 5. Mai 2018

Liebe Menschen!

Am Samstag den 5. Mai lief wieder das Anarchistische Radio Kassel um 20 Uhr im Freien Radio! Eine Stunde lang sendeten wir libertäre und größtenteils freie Musik und brachten euch auf den neuesten Stand, was in Kassel an antiautoritärer Organisierung so los ist! Schwerpunkte waren dieses Mal – neben den Ankündigungen für Mai – die Anarchistische Kritik an Staat, Demokratie und Patriarchat. Wir haben wieder viel feministische Musik und Riot Grrrl für euch auf Lager! Zudem erählen wir etwas zu unserer Soliparty Stereo Revolte am 12. Mai im JuZi in Göttingen!

Ihr könnt in unsere Sendungen reinhören in Kassel und Umland unter 105,8 Mhz sowie im Livestream auf www.freies-radio-kassel.de
Die Wiederholung läuft am Sonntag, 6.5. um 12 Uhr mittags.

Hier könnt ihr die Sendung als Podcast hören:

Die nächste Sendung mit der A & O läuft am 2. Juni. Alle Sendetermine stehen auch auf dem nachfolgenden Flyer.