Anarchistisches Café “…an der Halitstraße” am 2. Sonntag im Monat

Anarchistisches Café “…an der Halitstraße”
am zweiten Sonntag eines Monats von 15 bis 18 Uhr

Mit dem monatlichen A-Café wollen wir einen Ort für politischen Austausch schaffen: Aktivist*innen und Interessierte können sich hier austauschen und vernetzen, bestimmte Themen diskutieren oder gemeinsame Veranstaltungen planen.

Zudem wollen wir Aktionsmaterialien basteln, falls Ihr auch Lust habt, bringt Kram mit und wir werkeln gemeinsam!

Gerne könnt ihr auch einfach in unserem Infomaterial stöbern oder euch mit Broschüren, Stickern, Aufnähern und bedruckten T-Shirts eindecken. Sicher werden wir den Nachmittag auch praktisch nutzen, zum Beispiel um Banner zu malen, Patches aufzunähen oder Broschüren zu erstellen. Auch dazu seid ihr herzlich eingeladen! Gegen Spende gibt es Kaffee, Tee, Kaltgetränke und veganen Kuchen.
Bei Bedarf bieten wir übrigens auch Unterstützung und Beratung zu Themen wie Internetsicherheit und verschlüsselte Kommunikation an. Andere Angebote und Themenschwerpunkte des A-Cafés kündigen wir rechtzeitig auf unserer Homepage unter a-o-ks.org an. Wenn ihr Vorschläge oder Wünsche habt, schreibt uns gerne eine Mail!
Es ist auch eine gute Gelegenheit, in dem tollen Angebot an Büchern, Broschüren und Zeitschriften zu stöbern, die der Infoladen „… an der Halitstraße“ zu bieten hat. Ihr findet den Infoladen in der Holländischen Straße 88.

Die nächsten Cafés sind am  8. Oktober, 12. November & 10. Dezember!

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Alles für alle, und zwar umsonst! Gib und Nimm-Tisch & Infotisch am 12. November

Liebe Menschen,

bereits zum fünften Mal organisieren wir einen Gib und Nimm-Tisch in der Kasseler Innenstadt, um die Ideen der solidarischen Ökonomie und gegenseitiger Hilfestellung zu verbreiten. Ihr findet uns am kommenden Samstag, 12. November, zwischen 13 bis 17 Uhr auf dem Platz Treppenstraße/Ecke Neue Fahrt.

Wie gewohnt mit dabei: Ein zweiter Tisch mit Flyern, Broschüren, Aufklebern zum Mitnehmen und anarchistischen Büchern zum Durchstöbern!

Warum etwas ändern?

Der Siegeszug des globalen Kapitalismus ist nach wie vor ungebremst. Diese Wirtschaftsordnung, die ausschließlich auf Konkurrenz und Ausbeutung beruht und einem unendlichen Wachstumszwang unterliegt, dominiert unser aller Leben. Weltweit sind fast alle Menschen von dem Zwang betroffen, ihre Zeit und ihre Energie zur Ware werden zu lassen und auf Arbeitsmärkten zu verkaufen, um Zugang zu einem menschenwürdigen Leben zu bekommen – und oft nicht einmal das. Dieser Zwang ist mittlerweile so grundlegend durchgesetzt und internalisiert, dass wir kaum noch auf die Idee kommen, dass es auch Alternativen dazu geben könnte. Weiterlesen

Eine Reise ohne Rückfahrschein

Es fühlte sich zwar an wie ein ausgiebiger Sommerurlaub, war aber doch viel mehr als das: Rund 500 Menschen kamen beim Anarchistischen Sommercamp in Niederösterreich zusammen, um ein Leben ohne Zwänge zu gestalten und gemeinsam die anarchistische Theorie mit solidarischer Praxis zu füllen.

Ich sitze auf einer Parkbank und schreibe Postkarten an meine Familie. Schließlich bin ich ja im „Sommerurlaub“ – wenn mensch es so nennen will. Doch ich merke, dass ich in den wenigen Sätzen kaum erklären kann, was ich hier gerade erlebe. Das Sommercamp kann so viele der Fragen beantworten, die ich mir immer wieder anhören muss: Wie soll das denn funktionieren ohne Staat und ohne Chef*innen? Würden Menschen wirklich freiwillig arbeiten? Und schlagen wir uns nicht alle irgendwann die Köpfer ein, wenn niemand für „Recht und Ordnung“ sorgt? Die anarchistische Theorie ist oft schwer zu vermitteln, denn sie erscheint in Anbetracht der grausamen Realität so utopisch. Und doch: Sie lässt sich in die Praxis umsetzen. Das Anarchistische Sommercamp hat nur einen weiteren Beweis dafür geliefert. Weiterlesen

Ein kurzer Sommer der Anarchie, oder wie meine Brüste zum ersten Mal das Sonnenlicht sahen

Mitte August trafen sich einige hundert Anarchist*innen für zehn Tage in Niederösterreich zum anarchistischen Sommercamp. Mein erstes Polit-Camp überhaupt.

Das A-Camp war zunächst ein Ort, an dem ich mich mit der Praxis einer anderen Gesellschaft beschäftigen wollte. Ich hoffte auf Menschen, die jede Herrschaft ablehnen und versuchen dies konkret und in Echtzeit umzusetzen. Meinetwegen eine Bubble, aber auch ein Versprechen, dass etwas anderes als der Status quo möglich ist.
Als feministische Herrschaftskritiker*in begegne ich in linken Kontexten meist einem Ja zum Anti-Sexismus. Dennoch ist es für alle gender nicht leicht, einfach mit dominantem Verhalten aufzuhören bzw. sich diesem nicht gewohnheitsmäßig zu fügen. Auch Privilegien verschwinden nicht einfach von heute auf morgen. Häufig ist mensch damit beschäftigt Comrades dauerhaft zu sensibilisieren. Manchmal halte ich die Schieflagen und Hierarchien aber auch einfach aus, denn es kann enorm viel Energie kosten, immer der „Erklärbär“ zu sein.
Auf dem A-Camp sind viele interessante Dinge für mich passiert. Aber das bedeutsamste war wohl die Diskussion, die um das männliche Privileg des nackten Oberkörpers entbrannt ist. Weiterlesen